Geflügelhalter trägt Maske bei seinen Hühnern
Feinstaub aus Kot und Federn kann gesundheitsschädlich sein und die sogenannte Taubenzüchterlunge verursachen. Vor allem Geflügelhalter mit Volierensystemen sind gefährdet. FFP2/FFP3-Staubmasken reichen nicht wirklich aus. Deshalb verwendet der Geflügelbetrieb Marpa von Paul und Maria Geens im flämischen Hoogstraten die Arbin Kite-Lufthauben, die einen deutlich höheren Schutz bieten.
Mitten in einer schönen Kempener Agrarlandschaft zwischen Hoogstraten und seinem Ortsteil Wortel fanden wir den modernen und nachhaltigen Legehennenbetrieb Marpa und sprachen dort mit dem Geflügelhalter Paul Geens und mit Jarno Lambreghts von Arbin Safety Products. Geens hat 170.000 Legehennen: 110.000 am Hauptstandort in Hoogstraten und 60.000 in Rijkevorsel. Er hält sowohl braune (die Mehrheit) als auch weiße Hennen. „Meine Eltern hatten in Hoogstraten einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Milchvieh und Geflügel", sagt Geens (58). „Dieser Betrieb wurde von meinem Bruder weitergeführt. Ich habe hier 1993 bei null angefangen, mit 60.000 Käfighennen. 2004 wurde alles dichtgemacht. Ich habe dann einen Freilandstall für 20.000 Hennen gebaut. 2012 haben wir den Käfigstall in einen Freilandstall umgebaut." 2016 folgte gegenüber ein Freilandstall für 58.000 Hennen und im selben Jahr wurde in Rijkevorsel ein Freilandstall für 60.000 Hennen errichtet. Obwohl bei Marpa alle Hennen Freilandauslauf genießen, sind heute zwei Ställe wegen des schwierigeren Absatzes von Freilandeiern infolge der Vogelgrippe drinnen. Bei Marpa arbeiten neben Paul Geens und seiner Frau Maria noch vier weitere Mitarbeiter.
Viele Masken getestet
Als echter Profi denkt Geens auch an seine Gesundheit und die seiner Mitarbeiter. „Wir haben früher bereits gewöhnliche Staubmasken benutzt, aber von verschiedenen Seiten gehört, dass diese nicht ausreichen, weil bei Freilandhaltung viel mehr Staub entsteht", sagt Geens. „Ich habe deshalb gesucht, vor allem im Internet, und wir haben verschiedene Modelle ausprobiert. Einige schienen anfangs gut zu sein, erfüllten letztlich aber nicht die Anforderungen. Schließlich sind wir bei Arbin gelandet und seit 2021 verwenden wir die Arbin Kite-Lufthauben. Wir setzen sie immer auf, wenn wir den Stall betreten, unter anderem für Kontrollen. Für die Reinigung der Ställe verwenden wir ein anderes Modell mit einem langen Schlauch, der um den Körper geschnallt wird", so Geens.
Als wir mit Geens — natürlich mit Maske — den Stall betraten, fiel sofort der Staub auf, wie es bei Freilandhaltung immer der Fall ist. Doch das sagt noch nichts über die Schädlichkeit dieses Staubs aus. Schädlich sind vor allem die Eiweiße aus Federn und getrocknetem Hühnerkot. Sie verursachen die Taubenzüchterlunge, medizinisch korrekt „extrinsisch allergische Alveolitis". Messungen in Versuchsställen haben gezeigt, dass die Staubkonzentrationen in Volierenställen deutlich höher sind als in Käfigställen. Durch das regelmäßige Entfernen der Einstreu wird der Grobstaub reduziert, aber die feinen Staubpartikel bleiben.
Laut Jarno Lambreghts bieten die Arbin Kite-Lufthauben den höchsten Schutz. Geens bestätigt das. Die Lufthauben sind gebläseunterstützte Systeme mit einer Motoreinheit und einem Filter, sodass der Träger keinen Widerstand des Filters spürt. Neben einem hohen Schutzgrad sorgen sie für einen kühlenden Frischluftstrom im Inneren der Maske. Die Maske behindert den Träger nicht bei seinen Arbeiten, auch wenn diese viel Zeit in Anspruch nehmen.